Konzept

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1. Hintergrund der Institution / Leitbild

„Betreutes Wohnen Effretikon“ ist ein privat geführtes Wohnheim für Menschen mit psychisch sozialen Integrationsschwierigkeiten. Es bietet betroffenen Menschen, welche zum Zeitpunkt des Eintrittes nicht über die Fähigkeit der eigenständigen, selbstbestimmten Lebensführung- und Gestaltung verfügen, ein sozialpädagogisches Milieu und Lernfeld. „Betreutes Wohnen Effretikon“ geführt nach humanistischen Grundsätzen, hat sich das Ziel gesetzt, durch das Angebot von Wohn- und Lebensraum, offenen Tagesstrukturen und der Begleitung in alltäglichen, lebenspraktischen Abläufen den BewohnerInnen ein möglichst grosses Mass an Sicherheit, Halt und Ruhe zu geben. Im therapeutischen Milieu, mit personenzentrierter Betreuung / Begleitung wird eine sozialintegrative Wohnform geboten in der der einzelne Mensch nach seinen Fähigkeiten und vorhandenen Ressourcen, Verantwortung für sich und seine MitbewohnerInnen übernehmen kann.

„Betreutes Wohnen Effretikon“ bietet eine offene Lebens- und Wohnform in der/die BewohnerInnen die Möglichkeit erhalten, sich sukzessive im Alltag zurecht zu finden und in zunehmendem Mass ihr Leben nach eigenen, selbst bestimmten Kriterien und in Eigenverantwortung bewältigen und gestalten können.

2. Standort der Institutionen:

Glärnischstrasse 26

8307 Effretikon

7 Wohnplätze

Glärnischstrasse 31

8307 Effretikon

5 Wohnplätze

Vogelbuckstrasse 37

8307 Effretikon

4 Wohnplätze

Vogelbuckstrasse 39, 1. Stock

8307 Effretikon

4 Wohnplätze

Vogelbuckstrasse 39, im EG

8307 Effretikon

4 Wohnplätze

Vogelbuckstrasse 34, 1. Stock

8307 Effretikon

2 Wohnplätze

Vogelbuckstrasse 31, 2. Stock

8307 Effretikon

4 Wohnplätze

Das Wohnhaus mit Garten (insgesamt ca. 2000 m2) ist zentral gelegen. Einkaufsmöglichkeiten sind in ca. 5 Minuten erreichbar. Der S-Bahnhof ist ca. ½ km weit entfernt und es bestehen Zugverbindungen ½ stündlich in alle Richtungen.

3. Trägerschaft

Leitung und Trägerschaft:
BWE GmbH, Glärnischstrasse 26, 8307 Effretikon

4. Finanzen

keine Staats- und Bundessubventionen

5. Zielgruppe

IV-Bezüger, Fürsorgeabhängige, Selbstzahler

Psychisch behinderte Menschen ab 18 Jahren

Primär Suchtgefährdete Drogen (max. 1 Person pro WG)

Primär Suchtgefährdete Alkohol (max. 1 Person pro WG)

Dualdiagnosen (Menschen die vielerorts die Aufnahmekriterien nicht erfüllen und somit die Platzierung fast verunmöglichen)

Einzugsgebiet (ganze Schweiz)


6. Personal

6.1 Funktionsbereich

Die Leitung -zugleich Verwaltung- ist anwesend bei Vorstellungs- und Standortgesprächen sowie sporadischen Besuchen der WG-Abende, Betreuung und Arbeitstherapien

6.2 Fort- und Weiterbildung

Der Arbeitnehmer kann Kurse und Vorträge zur beruflichen Weiterbildung nach Absprache mit der Heimleitung besuchen.

Als Fortbildung gelten Kurse, die der Vertiefung und Erweiterung von bestehendem Wissen und Können in der jeweiligen Tätigkeit dienen, also eine Vertiefung der „Berufsrolle“ beinhalten. Der/die MitarbeiterIn hat das Recht und die Pflicht, sich beruflich fortzubilden. In der Regel stehen ihm dazu 5 Arbeitstage pro Jahr zur Verfügung.

Als Weiterbildung gelten Kurse, die auf eine Übernahme neuer Tätigkeiten oder Berufe im sozialpädagogischen Bereich vorbereiten.

7. Angebote der Institution

Begleitung im soz. Bereich, Unterstützung im Arbeitsbereich, gemeinsame Aktivitäten auf Vorschlag der Bewohner zum Beispiel:

Besuch eines Vergnügungsparkes

Zoo

Hallenbad

Kegeln oder Bowling

usw.


8. Betreuung / Dienstleistung

8.1 Aufnahme / Austritte

8.1.1 Aufnahmeprozedere

Besichtigung der WG mit einer vertrauten Person (Vormund, Sozialarbeiter oder Familienangehörige)

Bei Suchtkranken Besprechung der speziellen Vereinbarung

Auf Wunsch des Bewerbers wird ein Nachtessen mit den Bewohnern vereinbart

Bei groben Verstössen gegen die Hausordnung oder der speziellen Vereinbarung, kann der Aufenthalt vorzeitig abgebrochen werden. Die WG-Betreuung /-Leitung verpflichtet sich, den gesetzlichen Vertreter rechtzeitig zu informieren.

8.1.2 Austrittsplanung

Ziel der Austrittsplanung ist, wenn immer möglich höhere Lebensqualität mit mehr Selbständigkeit, geregelten Arbeitsverhältnissen, sowie eine der Situation angepasste ärztliche Nachbetreuung.

8.2 Kurzfristige Auflösung des Pensionsvertrages (von Seiten der Wohngemeinschaft unter Absprache mit allen Parteien)

Bei Nichteinhaltung der Hausordnung sowie der speziellen Vereinbarungen (bei unzumutbaren Verhältnissen für die MitbewohnerInnen).

Bei Nichteinhaltung der finanziellen Verpflichtungen

Intensive Pflegebedürftigkeit / Bettlägerigkeit

Bei akuter Selbst- und/oder Fremdgefährdung behält sich die WG-Leitung vor, eine Klinikeinweisung zu veranlassen.

8.3 Allgemeine Ziele

Integration in das soziale Umfeld und Förderung der Selbständigkeit im täglichen Leben.

Wenn immer möglich ist die Integration in die freie Marktwirtschaft anzustreben, allenfalls eine Beschäftigung in einer geschützten Werkstatt oder eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung (eventuell Tierhaltung, Garten, Landwirtschaft oder ein Atelier).

8.4 Rechte und Pflichten der KlienntInnen

Rechte:

Einsicht in die von den Betreuungspersonen geschriebenen Verlaufsberichte

Einberufung von Standorten

Bei Verwaltung des Taschengeldes durch die WG, Einsicht in die Kontoführung

Bei Beschwerden innerhalb der Organisation bestehen folgende Möglichkeiten:

 

Anbringung der Beschwerde am WG-Abend

Weiterleitung an die WG-Leitung

Bei weiter bestehenden Unklarheiten können die entsprechenden Organe des Aufsichtsgremiums beigezogen werden

Sollte keine Einigung erzielt werden, kann die Kantonale Aufsichtsbehörde direkt informiert werden.

Wahrung der Privatsphäre (Zimmerkontrollen in Anwesenheit des Bewohners)

Standortgespräche können von allen Parteien einberufen werden

Pflichten:

Eintrittsuntersuchung beim Hausarzt

Einnahme der verordneten Medikamente

Sofern notwendig regelmässige Konsultation beim Psychiater

Auskünfte über Freizeitgestaltung

1 x wöchentlich kochen für alle Bewohner

Erledigung der eigenen Wäsche und Einhaltung der Zimmerordnung

Verrichtung der wöchentlich neu zugeteilten Ämtli

Einhaltung der untenstehenden Hausordnung (mind. 1 x jährlich wird ein Standort von der WG einberufen)

8.5 Hausordnung

Siehe Hausordnung

8.6 Taxordnung

Fr. 3900.-- / mtl. inkl. Halbpension / Einzelzimmer
Fr. 3650.-- / mtl. inkl. Halbpension / Doppelzimmer

Kostenaufteilung:

Soz. päd. Betreuung

Mo. – So. und Nachtpikettdienst

Kost

Aktivitäten

Miete

Nebenkosten wie Telefonanschluss, Notruf, Versicherungen, Verwaltung, Strom und Wasser, usw.

Die Aufenthaltsdauer jedes Bewohners muss individuell festgelegt werden. Die Betreuung beinhaltet keine Nachtpräsenz, jedoch haben die Bewohner die Möglichkeit, im Notfall den Telefonalarm zu betätigen (Pikettdienst 24h).

Im Pensionspreis sind Frühstück und Abendessen inbegriffen am Wochenende Brunch und Abendessen.

Um die soziale Integration zu fördern, werden die Bewohner zur aktiven Teilnahme am Dorfgeschehen motiviert. Vereine, Veranstaltungen, Einkaufen, Erledigung der persönlichen Einzahlungen sowie Kontakte zu Drittpersonen.

Für die persönlichen Zimmer werden Schlüssel abgegeben, damit die Privatsphäre gewahrt werden kann.

Partnerschaften und Sexualität werden geduldet, sofern es das Zusammenleben nicht tangiert und das Wohlbefinden der BewohnerInnen nicht beeinträchtigt.

Zur gemeinsamen Freizeitgestaltung steht der WG ein Sitzplatz mit Grillstelle zur Verfügung. Ausserdem steht ein Aufenthaltsraum für Spiele und ein TV-Raum zur Verfügung. Im Weiteren können sich die Bewohner mit dem Aufbau einer Kleintierhaltung beschäftigen.

9. Tagesstruktur / Arbeit

Wünschenswert wäre eine externe 50% Tagesbeschäftigung am Nachmittag

Hilfe bei der Suche nach Nischen-Arbeitsplätzen oder wenn nötig geschützten Werkstätten

Entlöhnung und Arbeitsbedingungen nach Richtlinien der entsprechenden Werkstatt

Ansonsten sind wir bemüht, in Zusammenarbeit mit der IV, geschützte Arbeitsplätze / Beschäftigungsplätze zu prüfen und zu vermitteln

Erledigung der div. Hausarbeiten und Vorbereitung des gemeinsamen Nachtessens, mind. 1 x wöchentlich Erledigung der persönlichen Wäsche und Reinigung des eigenen Zimmers.

alle 2 Wochen obligatorischer WG-Abend

Anleitung zu einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung zum Beispiel Versorgung der WG, eigenen Tiere und des Gartens, Organisation von Gemeinschaftsabenden, allgemeine Unterstützung von Eigeninitiative


10. Gesundheit

Eintrittsuntersuchung beim WG-Hausarzt, danach regelmässige Kontrollen

Wenn keine regelmässigen Kontrollen erforderlich sind, mindestens 1 x jährlich zur Vorsorgeuntersuchung

Regelmässige Psychiatrische Betreuung

1 x jährlich Gynäkologische Untersuchung bei Arzt nach Wahl (Frauen)

Zahnärztliche Behandlung nach Bedarf


11. Soziale Kontakte allgemein

Die Bewohner werden darin unterstützt, in Vereinen und an Aktivitäten der Gemeinde teilzunehmen.

Förderung der Kontaktaufnahme mit fremden Personen durch selbständiges Einkaufen, Erledigung der persönlichen Anliegen.

Motivation zur Aufrechterhaltung der Kontakte zu Angehörigen und Bekannten.

11.1 Zusammenarbeit mit dem sozialen Umfeld

Standorte können von allen Vertragsparteien einberufen werden. Jährlich wird ein Standort von der WG einberufen.
Wenn erwünscht, Begleitung zu Gesprächen mit dem Arbeitgeber (Behörden). Auf Wunsch oder nach Absprache mit dem Bewohner, Gespräch mit Drittpersonen.

12. Förderung und Weiterbildung

Förderung der sozialen personalen Kompetenz

Weiterbildung nach Absprache mit Dritten (Arbeitgeber und IV-Berufsberatungsstellen)


13. Therapien

Therapien werden nur auf ärztliche Verordnung durch Dritte ausgeführt.

Haus- und Notfallarzt: Dr. Jakob Riediker
Illnauerstrasse 10
8307 Effretikon
052 343 46 86

Psychiater: Dr. Hermann Gutbrodt
Psychiatriezentrum Breitenau
Breitenaustrasse 24
8200 Schaffhausen
052 632 12 62

Kinderarzt: Dr. Carlos Lorca
Landvogt-Waserstrasse 51a
8405 Winterthur
052 233 22 22

14. Öffentlichkeitsarbeit

Tag der offenen Tür nur bei Eröffnung (ohne Bewohner)

Informationen der Bevölkerung über Presse / Gemeinde

Wenn immer möglich Dienstleistungen in der eigenen Gemeinde in Anspruch nehmen.

Versuch kleiner Dienstleistungen in der Gemeinde anzubieten. Je nach Bewohner können diese in verschiedenen Bereichen sein. Zum Beispiel: Rasenmähen, allgemeine Gartenarbeiten, Wäsche bügeln, Fensterläden waschen, ev. leichtere Arbeiten in verschiedenen Betrieben (Werkstatt, Küche, usw.).